
The Picklr meldet Chapter-11-Insolvenz an, sichert sich 4,8 Millionen Dollar
The Picklr geht mit Chapter 11 in die Reorganisation: Mietbürgschaften für rund 40 Standorte wurden zur Last, Investoren stützen mit 4,8 Millionen Dollar.
Der US-Franchisegeber The Picklr hat spät am Freitagabend Chapter-11-Insolvenz angemeldet. Eine Investorengruppe stellt 4,8 Millionen Dollar (rund 4,28 Millionen Euro) für die Reorganisation bereit.
Was The Picklr beantragt hat
Chapter 11 ist in den USA das Verfahren für eine Reorganisation unter Gläubigerschutz, kein Schlussstrich unter das Geschäft. The Picklr will laufend weiterarbeiten und seine Vertragslage neu ordnen.
Eine Investorengruppe um Tom Neale, selbst Investor und Franchisenehmer bei The Picklr, hat die Finanzierung für diesen Weg zugesagt. Neale wurde erst kürzlich als Picklr-Franchisenehmer des Jahres ausgezeichnet.
Der eigentliche Grund
CEO und Gründer Jorge Barragan hat den Auslöser benannt: Die Holding hatte sich bei rund 40 frühen Franchise-Standorten als Mietbürge verpflichtet.
Diese Garantien wurden zur Last, die das Mutterunternehmen laut Barragan finanziell nicht mehr tragen konnte. „Wir haben, leider, zu viele Unternehmensgarantien unterschrieben, die bei der Holding gelandet sind. Und das liegt an uns. Ich übernehme die Verantwortung", sagte Barragan.
Was die Neuverhandlung bringen soll
Barragan sieht im Insolvenzverfahren die Chance, mit den Vermietern direkt zu verhandeln und die betroffenen Standorte wieder profitabel aufzustellen. Das Ziel ist die Umschichtung der Mietverträge, nicht die Aufgabe des Geschäfts.
Der Kontrast zur aktuellen Lage ist deutlich: The Picklr wuchs seit der Gründung 2021 rasant, auf über 70 US-Standorte plus internationale Dependancen innerhalb weniger Jahre. Genau dieses Tempo, verbunden mit den frühen Bürgschaften für Franchisenehmer, hat die Holding jetzt eingeholt.




